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EIB-Anlagen
EIB/KNX – Was ist das?
EIB (Europäischer Installationsbus) steht für eine europaweit einheitliche Gebäudesystemtechnik.
EIB/KNX wurde als ein System entwickelt, das für alle wichtigen Anlagen in der Gebäudetechnik eingesetzt werden kann. Damit können einzelne Anlagenteile (sog. Gewerke) gemeinsam geplant und ausgeführt werden. Jeder Hersteller hält sich an die definierte Norm, so dass sich alle Geräte gegenseitig verstehen. Dies vereinfacht die Planung und Ausführung und ermöglicht ohne Zusatzaufwand eine viel höhere Funktionalität und mehr Komfort.
Grundidee von EIB/KNX
Das EIB/KNX-System besteht aus:
- Sensoren (z.B. Taster, Windmesser, Temperaturfühler), die Befehle in Form von Telegrammen erzeugen.
- Aktoren (z.B. Schaltrelais für Licht, Jalousien), welche die empfangenen Telegramme in Aktionen umsetzen.
- einer Busleitung, die alle Sensoren und Aktoren für den Telegrammverkehr miteinander verbindet.
Eine Zentrale ist nicht nötig, da
jedes Gerät einen eigenen Mikroprozessor enthält. Durch die entsprechende Parametrierung, die jederzeit veränderbar ist, lernt das Gerät, was es zu tun hat. Dadurch ist EIB/KNX sehr flexibel und jederzeit an neue Bedürfnisse anpassbar.

Herkömmliche Gebäudetechnik vs. EIB/KNX – Gebäudesystemtechnik
Herkömmliche Gebäudetechnik |
EIB/KNX - Gebäudesystemtechnik |
Anlagenteile (z.B. Beleuchtung, Beschattung, Heizung, Alarmanlage etc.)werden separat geplant und mit verschiedenen Systemen ausgeführt. |
Anlagenteile werden gemeinsam geplant und ausgeführt. Alle verwendeten Geräte entsprechen einer klar definierten Norm so dass sie sich gegenseitig verstehen |
Eine gemeinsame Bedienung der Anlagenteile erfordert hohen technischen Aufwand |
Die gemeinsame Bedienung der Anlagenteile
ist eines der Hauptaugenmerke |
| Aufwändig |
Einfach |
| Kostenintensive Erweiterungen |
Kostengünstige Erweiterungen |
Unübersichtlich |
Überschaubar |
Komplex |
Flexibel |
EIB/KNX - Anwendungen
Beleuchtung (alle Arten von Lampentypen)
- Schalten von einer oder mehrern Stellen. Bei EIB/KNX durch Busvernetzung bliebig möglich
- Zentralschaltung, z.B. Licht aus bei Eingangstüre. Bei EIB/KNX durch Busvernetzung beliebig möglich
- Dimmen von einer oder mehreren Stellen.
Dimmen ist stufenlose Steuerung des Lichtes. Bei EIB/KNX durch Busvernetzung beliebig möglich
- Treppenhausschaltung. Zeitverzögerte Ausschaltung, mit EIB/KNX von beliebig vielen Stellen schaltbar
- Zeitsteuerung.
Schaltung von Beleuchtung über Zeitprogramm; bei EIB/KNX wegen Vernetzung z.B von einer Uhr ohne Zusatzverkabelung auf bliebig viele Leuchten möglich
- Bewegungsabhängige Schaltung.
Durchgangsbereich, Nebenräume, Außenbereich; erfasst gröbere Bewegungen, oft kombiniert mit Lichtsensor
- Tageslichtabhängige Schaltung. Über Innen- oder Aussenlichtsensor gesteuerte Schaltung des Lichtes für Energieeinsparung
- Szenenschaltung.
Mehrere geschaltete oder gedimmte Lichtgruppen können durch einen Tastendruck in eine vordefinierte Position gebracht werden; Szenendefinition durch Systemintegrator oder Benutzer je nach System
- Panikschaltung. Durch einen Taster, z.B. neben dem Bett, werden alle vordefinierten Leuchten eingeschaltet, um Einbrecher abzuschrecken
- Statusmeldung.
Je nach Aktor z.B. auf LED, Display oder Visualisierung durch EIB/KNX-Vernetzung an beliebiger Stelle möglich
Beschattung, Lichtlenkung
Rafflamellen, Stoffsenstoren, Markisen, Lightshelfs (Tageslichtlenkelemente) etc.
- Lokalbedienung. Auf, ab, Lamellenwinkel verstellen; Vorteil bei EIB/KNX: kann mit Taster für Licht kombiniert werden, alle Befehle laufen über die 2 gleichen Busdrähte
- Zentralbedienung. Auf, ab, Lamellenwinkel verstellen; durch EIB/KNX-Vernetzung beliebig möglich
- Positionen anfahren. Je nach Antrieb und Aktor möglich
- Meteoabhängige Steuerung. Schutz der Fassadenelemente vor Wind, Regen, Frost; durch EIB/KNX-Vernetzung kann ein Sensor beliebig viele Antriebe beeinflussen
- Sonnenstandsabhängige Steuerung. Zur Vermeidung von Wärmeeintrag und UV-Licht (z.B. Schutz von Pflanzen); durch EIB/KNX-Vernetzung kann ein Sensor beliebig viele Antriebe beeinflussen
- Zeitsteuerung. Fahren von Fassadenelementen über Zeitprogramm; bei EIB/KNX wegen Vernetzung z.B. von einer Uhr ohne Zusatzverkabelung auf beliebig viele Antriebe möglich
- Szenesteuerung. Abrufen bestimmter Positionen über einen Tastendruck, oft kombiniert mit Beleuchtung
- Statusmeldung. Je nach Aktor z.B. auf LED, Display oder Visualisierung durch EIB/KNX-Vernetzung an beliebiger Stelle möglich
Fenster, Oblichter, Türen
- Lokalbedienung. Auf, zu, Zwischenposition; Vorteil bei EIB/KNX: kann mit Taster für Licht und Jalousie kombiniert werden, alle Befehle laufen über die 2 gleichen Busdrähte
- Zentralbedienung. Durch EIB/KNX-Vernetzung beliebig möglich
- Meteoabhängige Steuerung. Schutz der Fenster und Oblichter vor Wind, Regen, Frost; durch EIB/KNX-Vernetzung kann ein Sensor beliebig viele Antriebe beeinflussen
- Temperaturabhängige Steuerung. z.B. Fensterlüftung für Wintergartensteuerung
- Zeitsteuerung. Öffnen und Schliessen über Zeitprogramm; bei EIB/KNX wegen Vernetzung z.B. von einer Uhr ohne Zusatzverkabelung auf beliebig viele Antriebe möglich
- Statusmeldung. Durch Fensterkontakte z.B. auf LED, Display oder Visualisierung durch EIB/KNX-Vernetzung an beliebiger Stelle möglich; Verknüpfung mit Heizungssteuerung oder Sicherheitsanlage multifunktional nutzbar
Heizung
- Einzelraumregelung. Individuelle Regelung pro Raum mit Sollwertverstellung vor Ort oder zentral
- Kommunikation mit Primäranlage. Rückwirkung des Heizbedarfs der Räume auf die Heizzentrale
- Zeitsteuerung. z.B. Nachtabsenkung der Zimmertemperatur, Programmierung von Abwesenheitszeiten für Temperaturreduktion
- Fensterkontakte. Kopplung mit Einzelraumregelung, so dass bei geöffneten Fenster keine Heizenergie verschwendet wird
- Fernsteuerung z.B. telefonischer Befehl für Komfort-Heizbetrieb
Lüftung
- Kontrollierte Wohnraumbelüftung. Minimalbelüftung von Niedrigenergiehäusern, Stufenbedienung per EIB/KNX
- Abluftsteuerung z.B. WC, Küche, gekoppelt mit Bewegungsmelder oder Lichtsteuerung mit Nachlaufzeit
Sicherheitsanlagen
- Aussenhautüberwachung. Überwachung von Fenster, Türen etc. durch Kontakte, Glasbruchmelder etc.
- Innenraumüberwachung. Überwachung der Innenräume durch Bewegungsmelder
- Umgebungsüberwachung. Überwachung der Hausumgebung durch Bewegungsmelder
- Brand-/Rauchmelder. Bei einer EIB/KNX-Installation auch nachträglich installierbar, weil die Busleitung bereits vorhanden ist
- Überfalltaster. Fest installiert oder mobil mit Funkübertragung
- Weitermeldung intern. Alarmauslösung
im Haus und aussen am Haus
- Weitermeldung extern. Alarmauslösung
bei externer Sicherheitsinterventionsstelle
- Anwesenheitssimulation. Schalten von Licht, Fahren von Jalousien, etc. zur Vortäuschung von Anwesenheit
- Auslösung von Aktionen bei Alarm z.B. Einschalten der Beleuchtung im und ums Haus
- Panikschaltung. Durch einen Taster, z.B. neben dem Bett, werden alle vordefinierten Leuchten eingeschaltet, um Einbrecher abzuschrecken
- Multifunktion Schloss Eingangstüre z.b. Scharfschalten der Alarmanlage und gleichzeitig Zentral-Aus der Beleuchtung; mittels EIB/KNX-Vernetzung können hier beliebige Kombinationen erstellt werden
- Zutrittskontrolle / Schliessanlage. Zutrittskontrollsysteme, z.B. mit Chip-Karten oder Code über EIB/KNX; elektronische Schliesssysteme über EIB/KNX
- Videoüberwachung. Einschalten von Kameras über EIB/KNX, Einblendung von Kamerabild in EIB/KNX-Visualisierungen
Diverse
- Verringerung der elektromagnetischen Strahlungen. Die EIB/KNX-Leitung ist sehr emissionsarm gegenüber normalen Schalterleitungen
- Netzfreischaltung. Freischalten von Starkstromleitungen, um Abstrahlungen zu vermindern
- Bewässerungsanlage. Automatische Steuerung von Pumpen und Ventilen der Gartenbewässerung
- Schaltung von Verbrauchern. Ein- und Ausschalten von Steckdosen, Verbrauchern über Zeitsteuerung oder Zentralschalter zur Energieeinsparung und Sicherheit
- Haushaltsgeräte. Verknüpfung von Haushaltsgeräten wie Waschautomat, Geschirrspüler, Tiefkühler, etc. mit EIB/KNX für komfortable Bedienung und Störungsmeldung, auch an extreme Servicestellen
Bedienung/Anzeigen
- Inhouse-Bedienung
- Mehrfachtaster. Bis zu 8 Befehle in normaler Schaltergrösse, Taster jederzeit auswechselbar
- Mehrfachtaster mit LED-Rückmeldung. Anzeige von Schaltzustand oder Nachtorientierung über LED´s auf Taster
- Infrarot-Fernbedienung einzeln. Infrarot-Fernbedienung für nur EIB/KNX-Funktionen
- Infrarot-Fernbedienung kombiniert. Infrarot-Fernbedienung für EIB/KNX-Funktionen, kombiniert mit Medienanlagen wie TV, Video
- Infrarot-Behinderten-Fernbedienung. Spezielle Geräte für die Ansteuerung aller gebäudetechnischen Funktionen, Telefon, TV, Lift, etc., kombinierbar mit Zusatzeingabegeräten wie Blasrohr, Zungenempfänger etc.
- Funk-Fernbedienung. Funk-Fernbedienung mit Kopplung auf EIB/KNX für raumübergreifende Funktionen wie z.B. Garagentor betätigen, Licht aus dem Auto einschalten, Überfalltaster etc.
- LCD-Displays. Zur Anzeige von Zuständen, durch die EIB/KNX-Vernetzung aus jedem Punkt der Anlage möglich; Platzierung z.B. beim Bett oder beim Eingang
- Mini-LCD-Bedienung. Mehrzeilen-LCD mit Tasten zur Menüauswahl und Befehlsausgabe
- Home-Zentralsteuerungen. Zentrale Steuerungen für den Heimbereich, PC-basierend oder als Sondergeräte, mit Touch-Screen für die Bedienung und Überwachung aller EIB/KNX-Anlagen, zusätzliche Kopplung zu Kommunikationsanlagen wie Telefon, ISDN, Internet etc.
- TV-Manager. Bedienung und Überwachung von EIB/KNX-Anlagen durch Einblendung in TV-Bild und Bedienung per Fernsteuerung
- Visualisierung auf PC. Überwachung und Bedienung der EIB/KNX-Anlagen über Bilddarstellung, Bedienung über Maus, oft durch Zusatzprogramme erweitert wie Störmeldeausgabe, Protokollierung auf Drucker, historische Datenbank etc.
- Visualisierung auf Touch-Screen. Statt Bedienung per Maus erfolgt Bedienung direkt über den berührungssensitiven Bildschirm
- Sprachsteuerung. Eingabe von Befehlen über Sprache auf mobilem Eingabegerät, Übertragung und Rückmeldung auf EIB/KNX per Infrarot oder Funk. Speziell für Behinderte als Hilfe für autonomes Wohnen
Fernbedienung/-überwachung
- Fernzugriff über Telefon. Kopplung von EIB/KNX-Anlagen über Telefonleitung für Fernalarmierung und Fernbedienung
- Fernzugriff über Mobiltelefon. Kopplung von EIB/KNX-Anlagen über Telefonleitung für Fernalarmierung und Fernbedienung, Benutzung des Mobiltelefons als Bediengerät
- Fernzugriff über Internet. Kopplung von EIB/KNX-Anlagen über Internet, Fernzugriff über browserfähige Visualisierungen
Spezialbereich
- Behinderten-Wohnen. Mittels EIB/KNX können alle wichtigen Gewerke motorisiert und miteinander vernetzt werden (z.B. Fenster, Türen, Jalousie). Mit speziellen Fernbedienungen können die Bewohner alle Funktionen bedienen, ebenso die übrigen technischen Einrichtungen wie Telefon, TV, Lift etc.
- Senioren-Wohnen. Je nach Bedarf können wichtige Anlageteile mit EIB/KNX ausgerüstet und fernbedienbar gemacht werden; zusätzliche Ausrüstung mit mobilen Notruftastern (Alarm an externe Betreuung). Dadurch kann die Wohnautonomie erhöht werden.
Quelle: www.knx.de
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